Was muss man bei einer MPU machen?

Mehr als 80.000 Menschen stellen sich pro Jahr in Deutschland die Frage, was man bei einer MPU wohl machen muss. Eine medizinisch psychologische Untersuchung (MPU) wurde zuletzt deutlich über 80.000 mal in Deutschland angesetzt, damit Autofahrer wieder am Verkehr teilnehmen können. Doch was muss man bei einer MPU machen? Wie kann man sich mit einer MPU Beratung darauf vorbereiten?

Allgemeiner Ablauf einer MPU

Eine MPU besteht im Regelfall aus vier Teilen:

  1. Fragebogen-Beantwortung (ggf. im Vorfeld)

  2. Medizinische Untersuchung

  3. Leistungstestverfahren

  4. Psychologisches Gespräch

In einigen Fällen wird zusätzlich noch eine Fahrverhaltensbeobachtung notwendig sein, d.h. Sie fahren Auto und ein Fahrlehrer und Psychologe sitzen mit im Fahrzeug und beobachten Ihre Fahrweise. Das kann z.B. ca. 1 Stunde dauern.

Allein die Teile (1) bis (4) der MPU dauern häufig 3-4 Stunden.

Medizinische Untersuchung

  • Untersuchung auf Alkohol- oder Drogenmissbrauchsschäden

  • Körperliche Ursachen, die Fahreignung ausschließen

  • Krankheitsvorgeschichte

  • Leberwerte bei Alkoholfällen

  • Bei Alkoholfällen: immer Urinkontrolle (Abgabe unter Aufsicht)

  • Gutachter kann weitere Laborbefunde fordern, z.B. längerfristiger Abstinenznachweis, das wird im Vorfeld geklärt

Leistungstestverfahren

  • Reaktionstests hinsichtlich Geschwindigkeit und Genauigkeit am Computer

  • Konzentrationstests am Computer

  • Belastungstests am Computer

Bei solchen Tests sitzen Sie z.B. am Computer und müssen bestimmte Tasten drücken, wenn bestimmte Farben oder Symbole am Bildschirm erscheinen. Bei bestimmten Tönen sind andere Tasten zu drücken und teilweise wird zusätzlich noch mit Fußpedalen gearbeitet. Die Symbole am Bildschirm erscheinen dabei in immer kürzer werdenden Frequenzen, um die Reaktionsgeschwindigkeit und -genauigkeit zu testen und auch, wie sie reagieren, wenn die Aufgabe technisch schon fast nicht mehr lösbar ist.

Wer hier nicht ausgeschlafen oder unter Drogeneinfluss erscheint, hat keine Chancen den Test zu bestehen.

Wer viele Fehler bei einem solchen Test macht, muss damit rechnen, auch zu einer Fahrprobe eingeladen zu werden.

Psychologisches Gespräch

Der schwierigste und auch wichtigste Bestandteil des Tests ist der, auf den sie sich auf jeden Fall mit einer MPU Beratung vorbereiten sollten: das psychologische Gespräch. Hier wird die Einsicht zu Fehlverhalten geprüft und welche Strategie sie entwickelt haben, um solches Verhalten in der Zukunft zu vermeiden. Mögliche Verhaltensänderungen werden daraufhin überprüft, ob sie auch stabil sind. In dem Gespräch werden genau die Punkte auch erörtert werden, die Inhalt der Fragestellung des Führerscheinstelle sind. Man ist gut beraten, sich professionell auf ein solches Gespräch vorzubereiten, sonst ist die Gefahr groß, dass man durchfällt und erneut eine solche Prüfung mit erneuten Kosten absolvieren darf.